Harlingen & Franeker

Wer einen kleinen Entschleuniger sucht, dem empfehle ich einen Ausflug an die friesische Küste, z.B. nach Harlingen und Franeker. Beide Städte liegen super nah an Leeuwarden, sind aber dennoch nicht so gut angebunden (es gibt nur eine Zugstrecke, die wochenends nicht so oft bedient wird).

Wer in beiden Städten etwas unternehmen möchte, sollte während der Woche anreisen. Ansonsten empfiehlt sich ein Sonntagsausflug mit ein paar Sehenswürdigkeiten und Spaziergängen durch die Altstadt.

Harlingen

Die Hafenstadt Harlingen ist vor allem durch die Fischerei geprägt und das merkt man dem Örtchen auch sofort an.

     

Es gibt mehrere Hafenbecken, Werften und überall in der Stadt sind Zugbrücken verteilt. Gerne steht man dort auch mal einige Minuten, bis alle Schiffe die Brücke passiert haben.

     

Wer mit dem Zug anreist, sollte Harlingen Haven aussteigen und erst einmal einen kleinen Spaziergang entlang der Küste und vorbei an dem Leuchtturm machen. Von dort aus führt der Weg in ungefähr 10-15 min in die Innenstadt. Diese ist sonntags zwar wie leer gefegt, aber man kann die kleinen Häuschen bestaunen und einfach mal ein bisschen abschalten.

Für Fans von Keramik interessant ist Haarlinger Aardewerk en Tegelfabriek, in der noch heute nach traditionellem Handwerk Harlinger Fayencen gefertigt werden.

Überrascht war ich vom Eetcafé Nooitgedagt (ja der Name ist Programm;)). Das in einem Gebäude des 17. Jahrhunderts untergebrachte Restaurant ist urgemütlich eingerichtet, bietet von Frühstück bis Abendessen alles, was das Herz begehrt und hat unglaublich nette Mitarbeiter on top.

     

Von dem Restaurant aus kann man übrigens wunderbar zurück zum Gleis Harlingen Haven laufen und von dort aus den Zug zurück nach Leeuwarden über Franeker nehmen.

Franeker

Franeker ist vor allem eine alte Akademiestadt. Von den niederländischen Statthaltern wurde nämlich nicht nur die Universität Leiden gegründet, sondern auch die Akademie Franeker. So blieb die Stadt unweit Leeuwardens lange das intellektuelle Zentrum Frieslands. Und das sicher mit einem der schönsten Rathäuser der Provinz.

     

Wer ein bisschen die friesische Luft genießen möchte, der kann auf dem Wall um die Stadt spazieren und sich die dort anliegenden Boote ansehen oder entlang kleiner Häuschen schlendern.

     

Wer aber kulturhistorisch oder auch wissenschaftsgeschichtlich interessiert ist, der besucht das älteste noch immer intakte (!) Planetarium der Welt.

Das von Eise Eisinga zwischen 1774 und 1781 erstellte Planetarium beherbergt ein bewegliches Modell des Sonnensystems, das sich in der Wohnzimmerdecke in einem alten Grachtenhaus befindet.

In dem Museum gibt es eine kleine Ausstellung zu dem Planetarium und zur Biographie Eise Eisingas. Die Führungen sind kostenlos und finden in Niederländisch und Englisch etwa im 30-Minuten Takt statt.

     

Auch wenn Harlingen und Franeker sehr kleine Städte sind, sind sie absolut sehenswert und vor allem das Planetarium war eines der beeindruckentsten Dinge, die ich bisher gesehen habe.

Tot ziens,
Anna Lisa

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