Mechelen

Die kleine Stadt Mechelen ist wirklich einen Tagesausflug wert. Ganz anders als Gent oder Antwerpen, weil kleiner; aber auch als Brügge, das von Touristen überströmt wird. In Mechelen ist alles etwas entspannter, nichtsdestotrotz kann man tolle Plätzchen finden.

Marktplatz

Als Erstes empfiehlt es sich den Marktplatz anzusteuern, dort findet man nämlich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Am Grote Markt liegt das alte Rathaus und nicht weit entfernt die Sint Romboutskathedraal, die in der kleinen Stadt durch ihre Größe besonders ins Auge sticht.

     

Die Kathedrale, wie sie sich heute im Stadtbild zeigt, stammt zu großen Teilen aus der Zeit um 1500, teilweise auch früher. Im Innenraum besticht die Kirche vor allem durch ihre grauen Steinwände und dem hohen Gewölbe.

In der Kirche selbst sind vor allem die Grabmäler sehenswert, unter anderem der Künstler Michiel Coxcie und Anthonis van Dyck.

Außerdem kann man auf den Turm der Kathedrale, von dem man einen wirklich tollen Ausblick auf die bunten Dächer Mechelens hat.

     

Bar Botanica

Vom Markplatz aus empfehle ich euch auch in eine Seitenstraße abzubiegen und bei Bar Botanica eure Mittagspause zu verbringen, denn dahinter verbirgt sich ein kleines wirklich sehr leckeres Restaurant. Die Speisen sind vegan und unglaublich frisch zubereitet. Für den Beweis, schaut mal hier vorbei.

     

Vor dem Restaurant sind auch zwei kleine Plätze und man kann sich dort niederlassen und während dem Essen dem Trubel auf dem Markplatz zusehen.

Kirchen wohin man blickt

Und das wirklich. Gemessen an der Größe Mechelens gibt es gefühlt alle 500m eine imposante Kirche zu bestaunen. Da muss man natürlich (vor allem als Kunsthistoriker) eine Auswahl treffen 😉

Die Sint-Pieters-en-Pauluskerk ist eine Jesuitenkirche am Viehmarkt (Veemarkt) aus dem 17. Jahrhundert.

Direkt anschließend liegt der Hof van Kamerijk, der ehemalige Sitze Margarethe von Yorks. Auch der Hof van Savoyen liegt nicht weit entfernt, der Palast Margarethe von Österreichs, und einer der frühestens Renaissanepaläste in den südlichen Niederlanden.

Die Sint-Pieters-en-Pauluskerk ist nicht nur aufgrund ihrer Architektur sondern auch aufgrund ihrer Ausstattung ein Augenschmaus. Darin befindet sich nicht nur wunderschönes figuratives Chorgestühl, sondern auch die schönste Barockkanzel, die ich bisher gesehen habe. Sie stammt von Hendrik Frans Verbruggen und zeigt die vier Erdteile.

     

Auch sehr sehenswert, aber ganz anders ist Onze-Lieve-Vrouw van Hanswijk. Man muss etwas Glück haben, denn die angegebenen Öffnungszeiten stimmen nicht wirklich.

Aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Der Innenraum mit Kuppel hat wunderbare Stuckaturen und die Kanzel ist abermals sehr sehenswert.

     

Ganz interessant ist eine Häuserreihe an der Haverwerf aus dem 16. Jahrhundert. Am Duivelshuis (Teufelshäuschen) befinden sich ganz viel Holzbildwerk mit abschreckenden Figuren. Daneben befindet sich Het Paradijs, ein spätgotisches Häuschen ebenfalls mit toller Bauplastik.

     

Von dort aus könnt ihr übrigens zu einem leckeren Eisladen laufen. Bei Trommelhoeve gibt es nur Eis in Bioqualität. Aber richtig leckeres!

Wer noch ein Museum in Mechelen mitnehmen möchte, dem empfehle ich das Museum Hof van Busleyden.

Es wurde erst März 2018 eröffnet, also eine einmalige Chance neue Museumskonzeption in einem tollen Bau aus der Burgunderzeit zu erleben. Zu sehen gibt es vor allem Malerei, Skulptur und Buchkunst, meist mit sakralem Schwerpunkt.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem kleinen Einblick auch überzeugen Mechelen einen Besuch abzustatten 🙂

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