USA #6 – CHICAGO

Mittlerweile ist es schon fast ein halbes Jahr her, dass ich in den USA unterwegs war. Und immer noch steht ein Blogpost zu meiner letzten Station und auch Highlight aus: Chicago.

Die drittgrößte Stadt der USA liegt am Michiganlake, wodurch sich mit den Wolkenkratzern ein tolles Panorama ergibt.

Wer bei Wolkenkratzern und drittgrößter Stadt gleich an überfüllte Straßen und öffentliche Verkehrsmittel denkt, hat weit gefehlt. Nach längeren Aufenthalten in kleineren Städten wie St. Louis und KC kam mir Chicago gar nicht mehr so groß vor. Und das liegt vielleicht (wieder einmal) an der Fläche. Außerdem leben im Stadtzentrum ’nur‘ 2 Mio Menschen. Schon Berlin hat (im Zentrum) weitaus mehr…

Public Transport

In Chicago gibt es (entgegen anderer Orte, die ich mir angesehen habe) ein hervorragend ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Und dazu findet man noch mehr Uber und Lyft als sonst wo. In der City (und auch an den Rand) fährt die Metro der Chicago Transit Authority (CTA).

    

Um Downtown, Loop genannt, fahren mehrere Linien im Kreis und so lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in kurzen Zeitabständen besuchen. Für die Nutzung benötigt man eine elektronische Karte, die mit Geld aufgeladen wird. Diese gibt in Form verschiedener Tages-, Wochen- und Monatstickets aber auch bezogen auf verschiedene Linien. Welche Variante und Ventra Card für euch die passende ist, findet ihr hier. Übrigens kann man auch problemlos mit der Metro vom Chicago O’Hare Flughafen in die Stadt fahren.

Architektur

Die Möglichkeiten für Sightseeing sind in einer so großen Stadt natürlich überwältigend. Chicago ist aber besonders für seinen atemberaubenden Architekturmix bekannt.

     

Tolle Gebäude des 19. und frühen 20. Jahrhunderts stehen hier neben atemberaubenden Wolkenkratzern. Wer nicht alles zu Fuß begehen möchte, kann eine Bootstour durch die Häuserschluchten machen. Ich allerdings habe den Fußweg bevorzugt. So wirken die Gebäude noch besser und bei besonders schönen Exemplaren kann man länger verweilen.

Entsprechend gibt es sehr viele Architekturtouren, zu Fuß, im Sightseeing-Bus oder eben per Boot. Wer keine bestimmten Gebäude sehen möchte, kann auch einfach so durch die Stadt schlendern. Sehenswertes findet man an jeder Ecke.

Ansonsten empfehle ich vor allem die Bauten von Frank Lloyd Wright, wofür ihr hier z.B. Touren buchen könnt. Auch sehenswert ist das Gebäude des Illinois Institute of Technology von Mies van der Rohe (IIT Chapel), dessen Besichtigung ihr mit einem Besuch im botanischen Garten verbinden könnt.

Natürlich gibt es auch jede Menge Wolkenkratzer zu sehen, vor allem in Downtown. Da wäre der Willis Tower mit einem Skydeck zu nennen und das John Hancock Building, von dem aus man ebenfalls einen atemberaubenden Blick über die Stadt hat.

     

Auch der Aquatower ist nicht nur aus der Ferne sehenswert.

Museen und Wahrzeichen

Bei dem Art Institute of Chicago handelt es sich um das zur School of the Art Institute of Chicago (SAIC) gehörende Museum, das eine unglaublich hochkarätige, vielfältige und vor allem enorm große Sammlung von Kunstschätzen beherbergt.

     

Der Eintrittspreis mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber bei den Exponaten handelt es sich wirklich um Schätze der Kunst- und Kulturgeschichte.

Preislich auf dem gleichen Niveau ist auch das naturkundliche Fieldmuseum, das sich vor allem an Kinder richtet.

Es gibt viele hands-on und Entdeckungstouren sowie „Sue“, das bestenerhaltenste Skelett eines Tyrannosaurus Rex, das bisher gefunden wurde.

    

Ein ganz anderes, aber auch sehr sehenswertes Museum ist das Driehaus Museum.

     

Darin kann man Architekur und Innenausstattung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie Kunsthandwerk vor allem des Jugendstils und Tiffany Glas entdecken.

Last but not least ist ein Besuch der Cloud Gate, dem jüngsten Wahrzeichen der Stadt, ein absolutes Muss. In der von Anish Kapoor entworfenen Skulptur direkt am Milleniumpark spiegelt sich die Architektur der Skyline in atemberaubender Weise.

     

Und wer sich durch Chicagos Straßen schlängelt, kann auch noch ein Kunstwerk von Marc Chagall ausmachen, das Vier-Jahreszeiten-Mosaik gelegen beim Chase Tower Plaza.

Navy Pier

In den Michiganlake ragt der Navy Pier, an dem man nicht nur entlang spazieren kann.

Es gibt ein kleines Jahrmarkt-Angebot inklusive eines Riesenrads und von hier aus fahren auch die Ausflugsschiffe. Generell gibt es zweierlei Bootstouren: eine durch die Wolkenkratzerschluchten in der Stadt oder eine Fahrt raus auf den Michiganlake, von der aus man die Ausmaße der Gebäude sehr gut sehen kann.

Chicago Bulls

Chicago ist natürlich auch das Zuhause des Basketballvereins Chicago Bulls. Und auch für diejenigen, die keinen Spaß am Basketball haben, empfehle ich sich ein Spiel anzusehen.

Wer früh Tickets bucht und nicht direkt hinter den Spielern sitzen möchte, kann günstige Tickets erwerben und bekommt ein echtes Event zu sehen. Basketball lebt (wahrscheinlich wie jeder andere typisch amerikanische Sport wie Foot- oder Baseball) von der Show, von der er begleitet wird. Und die ist absolut sehenswert. Übrigens nicht erschrecken, sobald ihr das zuhause der Chicaco Bulls betretet. Dort begegnet euch eine etwas eigentümliche Statue Michael Jordans, der fast zehn Jahre bei den Bulls gespielt hat.

    

Food und Lieblingsviertel

Das Essensangebot in Chicago ist natürlich gigantisch. Ein Muss ist allerdings ein Hot Dog und ich hatte meinen (veganen) von Hotdog Fiend, die einen Foodtruck beim Aqua Tower stehen hatten.

Mehr Essenstipps findet ihr in meinem folgenden Chicago Specialty Coffee Guide 🙂

Gewohnt habe ich während meines Aufenthalts übrigens in Pilsen, das seinen Namen von den ehemals dort siedelnden tschechischen Immigranten hat. Mittlerweile leben dort auch viele Mexikaner und das Viertel ist sehr bunt und alternativ.

Es gibt viel Streetart, leckeres mexikanisches Essen und mit der Metro ist man schnell in der Innenstadt.

Probiert unbedingt eine der mexikanischen Bäckereien, das ist wirklich eine Erfahrung 😀

     

Im nächsten post verrate ich euch dann, wo es den besten Kaffee Chicagos gibt 😉

 

 

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