USA #2 – St. Louis und Kansas City (Missouri)

Missouri

Neben Kaffee trinken bin ich in der USA natürlich auch gereist. Gestartet bin ich dafür in Missouri, das an der Grenze zu den Südstaaten liegt und damit das Tor zum Mittleren Westen öffnet damit das Tor zum mittleren Westen öffnet. Die Stadt Saint Louis liegt am Ufer des Mississippi und damit an der Grenze zu Illinois. Sie ist eine französische Gründung aus dem 18. Jahrhundert war vor allem im 19. Jahrhundert für den Fellhandel bedeutend. Daher gibt es in der Stadt noch einige alte Straßenzüge. Andererseits nahm die Bevölkerungsdichte im Zentrum rapide ab und ganze Straßenzüge wurden gesprengt, was sich leider auch im Stadtbild niederschlägt.

In der Stadt selbst ist es mit den Verkehrsmitteln leider etwas schwierig. Es gibt zwar eine Tram (Metrolink), die fährt aber nur von Westen nach Osten. Busse gibt es zwar auch, aber laut Anwohnern gibt es zwar einen Plan, aber die sicherste Variante ist es, sich einfach an eine Haltestelle zu stellen und zu warten. Übrigens sagen die Fahrer daher häufig nicht die Endstation an, sondern ob der Zug ‚westbound‘ oder ‚eastbound‘ ist. Das zu verstehen braucht aber etwas Zeit, denn die amerikanische Sprache in Missouri ist wirklich prägnant und für ungeübte Ohren schwer zu verstehen.

Kulturprogramm in Saint Louis

Für Kulturinteressierte ist der Forest Park zu empfehlen. Dort befinden sich das History Museum, der Zoo, das Planetarium und das Kunstmuseum. Alles eintrittsfrei! Das Saint Louis Art Museum ist besonders zu empfehlen, für das man sich etwas Zeit nehmen sollte. Es ist nämlich nicht nur ziemlich groß, sondern auch sehr hochkarätig. Beispielsweise mit der größten privaten Kollektion von Max Beckmann Gemälden, der 1947 an der University of Washington lehrte.

     

An den anderen große Anlage der Stadt, den Tower Grove Park, schließt sich der Missouri Botanical Garden an.

     

Und der ist selbst im Winter sehenswert. Nicht nur mit den vielen Beeten, einem japanischen Garten und Springbrunnen. In dem Garten befindet sich das Climatron, ein riesiger Kuppelbau, der tropische Pflanzen beherbergt. Beim Betreten erfasst einen schon das Dschungelfeeling und man kann neben Klettergewächsen und Orchideen auch Papaya, Kakao und Ananas beim Wachsen zusehen.

    

Traditionelle Sightseeing Spots

Downtown am Ufer des Mississippi befindet sich das Wahrzeichen der Stadt, der Gateway Arch. Der 1965 vollendete Bogen prägt das Bild der Stadt noch heute.

    

Man kann ihn zwar besichtigen bzw. mit einem Zug durchfahren, allerdings lohnt das nicht wirklich: Von ca. 45 Minuten Fahrzeit hat man nur am obersten Punkt Aussicht aus einem kleinen Fenster. Zudem, das habe ich mir von meinen Airbnb Hosts sagen lassen, bewegt sich der Bogen ziemlich stark im Wind.

Auch sehenswert ist der Delmar Loop. Dort befindet sich das Ausgehviertel der Stadt mit vielen Bars, Restaurants und dem Saint Louis Walk of Fame. Ziemlich bunt und laut, aber definitiv sehenswert. Dort könnt ihr z.B. bei Mission Taco Joint leckere (auch teilweise vegane) Tacos bekommen oder bei Salt & Smoke für Missouri typisches Barbeque zu euch nehmen. Wer guten Kaffee möchte, der muss unbedingt zu Blueprint Coffee. Mein absolutes Kaffeehighlight meiner gesamten Tour!

     

Wer ein etwas alternatives Viertel besuchen möchte, dem empfehle ich the Grove. Der Straßenzug entlang der Manchester Avenue ist durch seine Streetart kunterbunt und hat viele kleine Geschäfte zu bieten, unter anderem Rise Coffee. Mehr dazu in meinem Midwest Coffee Guide 🙂

Kansas City

Ganz anders als Saint Louis ist Kansas City, kurz KC. Erst einmal gibt es dort eine Tram, die sogar kostenlos ist und mit der man zu großen Teilen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zumindest annähernd erreicht. Wenn ihr bis zur Endstation fahrt, erblickt ihr schon das Liberty Memorial.

     

Das National World War I Memorial ist nicht nur beeindruckend, sondern liefert auch einen tollen Blick über die Stadt. Innen befindet sich ein Museum zum ersten Weltkrieg, das zwar interessant ist, aber eine wenig reflektierte amerikanische Perspektive auf den Ersten Weltkrieg bietet.

     

Museen und (Skulpturengarten)

Außerdem sehenswert und bestimmt im Sommer ein schöner Platz zum Entspannen, ist der Kauffman Memorial Garden.

Die kleine Anlage beherbergt einen Springbrunnen und ein Orchideenhaus und kann eintrittsfrei besucht werden. Von dort aus, am besten über den Eingang Ecke Emanuel Cleaver II Blv/Rockhill Rd, gelangt ihr in den Skulpturengarten, der dem Nelson-Atkins Museum vorgelagert ist.

     

Und das ist wirklich eine besondere Empfehlung! Die riesige Sammlung, für die man am besten einen Tag einplant, ist bemerkenswert und zugleich sehr abwechslungsreich. Hochkarätige Kunstwerke reihen sich nebeneinander und von der Antike bis in die Moderne ist alles vertreten.

     

Eating and Shopping or both?

Ein besonderes Einkaufserlebnis bietet der Rivermarket.

Dort gibt es neben Restaurants verschiedene Supermärkte und kleine Farmers Market Stände. Ebenfalls dort befindet sich Quay Coffee, das wirklich sehr gemütlich ist und direkt an einer Tramhaltestelle liegt. Eine weitere Coffeebar (zu beiden mehr im Midwest Coffeeguide), befindet sich etwas außerhalb: die Oddly Correct Coffeebar. Mit einem Fensterplatz kann man dem Treiben auf der Straße zusehen und zu seinem Kaffee einen herrlichen Donut genießen.

Für alle Veganer empfehle ich die MudPie Bakery. Dort gibt es ausschließlich vegane Backwaren, die wirklich hervorragend schmecken! Außerdem liegt die Bäckerei in einem belebten Viertel mit vielen Bars und Restaurants.

     

Power & Light District

Im Herzen der Stadt liegt aber das eigentliche Ausgehviertel: der Power & Light District.

     

Dort befinden sich verschiedene Bars und Restaurants, die sowohl von Einheimischen als auch Touristen frequentiert werden. Unbedingt probieren sollte man KC BBQ, eine für die Stadt spezielle Art des Barbeque. Besonders dabei sind die ‚Burnt Ends‘, für die man allerdings häufig extra zahlen muss.

    

Und obwohl ich mich seit einiger Zeit (hauptsächlich) vegan ernähre, habe ich Spare Ribs und Pulled Pork eine Chance gegeben und war total begeistert. Im Flieger bekam ich den Tipp einer Einheimischen, zu Joe’s BBQ zu gehen. Und das hat sich wirklich gelohnt!

Wer im gleichen Stadtteil einen sehr guten Burger probieren möchte, der sich wirklich von dem Ekel-Fastfood unterscheidet, dem lege ich BRGR Kitchen + Bar ans Herz. Unbedingt die Truffle Fries dazu bestellen!

Die weitere Reise ging dann in Richtung Norden nach South Dakota, aber dazu mehr beim nächsten Mal.

Bis dahin,
Anna Lisa

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