Midwest Specialty Coffee Guide Part I

St. Louis

Gleich zu Beginn meiner Reise habe ich den perfekten Specialty Coffee gefunden. Das Blueprint im Delmar Loop bietet super Kaffee und eine tolle Atmosphäre. Das Café ist sehr gemütlich und gleichzeitig ein idealer Ort zum Arbeiten: da es nahe an der Universität liegt kommen viele Stundenten zum Lesen und Lernen hierher. Was den Filterkaffee angeht gibt es eine große Auswahl (Batch Brew und Pourover).

     

Ich habe in meiner kurzen Zeit in St. Louis zwei im V60 probiert. Den Kanzu würde ich als eher traditionell beschreiben, aber der kolumbianische Santa Elena hat genau meinen Geschmack getroffen! Für meine Zunge fruchtig und gleichzeitig erdig, genau wie ich es mag und die Richtung meines Lieblingskaffees (Hacienda la Claudina von Kaffeekirsche). Außerdem gibt es eine kleine Auswahl an Backwaren, bei denen ich euch die herzhaften Buttermilk-Cookies (die ich eher als Scones bezeichnen würde) ans Herz lege. Super lecker und in Kombination mit gesalzener Butter und/oder der hausgemachten Marmelade erst recht.

In dem sehr bunten Viertel the Grove liegt Rise Coffee.

     

Dort gibt es ebenfalls eine gute Auswahl an verschiedenen Kaffees, auch von anderen Röstereien in und um St. Louis. Sehr zu empfehlen ist außerdem der vegane Granola-Raspberry-Cake.

Kansas City

In KC gibt es zwei Quay Coffee Stores, einer davon liegt zentral im Rivermarket. Dort war auch ich und habe die ruhige Atmosphäre in dem Café mit Backsteinmauern wirklich sehr genossen.

     

Dort hatte ich ausnahmsweise mal einen Batch Brew, der aber auch sehr gut war. Übrigens Vorsicht: Batch Brew ist nicht gleich Batch Brew. Eigentlich bedeutet dieser Begriff lediglich, dass es sich um Filterkaffee aus der Maschine handelt. Im Specialty Coffeee Bereich sind das aber Maschinen, die Temperatur halten und in bestimmten Zeitabständen das Wasser einlaufen lassen. Also ganz anders als die handelsübliche Bürokaffeemaschine. Aber: hier benutzt man den Begriff sowohl für diese Spezialmaschinen als auch für die die Filtermaschine im Diner. Immer einen Blick auf die Maschine werfen und zur Not eben nachfragen 🙂

Weiterhin war ich in der Oddly Correct Coffeebar. Die liegt jetzt nicht gerade im Zentrum, aber ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Die saisonale Röstung, die ich probieren konnte, war wirklich hervorragend. Außerdem sehr zu empfehlen: die Donuts. Die Maple Pecan Variante war ziemlich lecker.

Sioux Falls

Weiter in South Dakota. Auch wenn die Stadt Sioux Falls wirklich klein ist und ich für eine Durchreise lediglich einen Tag empfehlen würde, war ich überrascht von dem Kaffeeangebot.

Gleich zweimal war ich bei Coffea Roasterie, welche zentral Downtown liegt. Es gibt eine riesige Auswahl an Röstungen und falls eine Sorte nicht offen ist, könnt ihr fragen, dann wird sie euch aufgebrüht. Folglich habe ich mich also durch viele Sorten durchprobiert 🙂

    

Besonders zu empfehlen sind auch die Backwaren, unter anderem der Peanutbutter-Chocolate-Bar. Um Meilen besser als Reeses (von denen war ich ja wirklich enttäuscht, obwohl ich mich so darauf gefreut hatte ;)).

Eine Mischung aus Coffee- und Bierbar, sozusagen eine Zwei-in-Eins-Brewbar, habt ihr bei Taproom. Dort gibt es eine kleine Auswahl an Kaffees und Süßwaren, unter anderem von Breadico (dazu mehr im Post zu Sioux Falls). Außerdem gibt es am Wochenende häufig Livemusik und eine ganze Palette an Craft Beer. Zudem ist das Interior unglaublich schön: hell und elegant, das Brot wird auf einem Brettchen aus Holz und Marmor serviert…

     

Minneapolis

In Minneapolis angekommen führte mich mein erster Gang zu Vicinity Coffee. Mehrmals in der Stadt gibt es eine große Auswahl an Röstungen sowie Aufbrühmöglichkeiten: V60, Chemex, Aeropress oder auch Syphon.

     

Total begeistert war ich von der Atmossphäre bei Peace Coffee.

Das Café ist ziemlich groß und war sonntags sehr gut besucht. Auch hier gibt es viele hauseigene Röstungen. Dazu Kuchen, Muffins, eine Tagessuppe und weitere Kleinigkeiten. Ganz neu im Sortiment waren Emaille-Tassen aus einer kleinen polnischen Manufaktur. Mein einziges Souvenir aus den USA (neben drei Röstungen ;)).

Milwaukee

Aufgrund meines nur sehr kurzen Aufenthalts in Milwaukee konnte ich leider nur eine Rösterei testen. Anodyne Coffee hat insgesamt vier Standorte. Zuerst war ich in dem zugegeben zum Verweilen wenig einladenden Citymarket. Dafür habe ich dort aber die Röstung probiert, die mir nach der Kaffeekirsche die Silbermedaille unter meinen amerikanischen Kaffeeverkostungen verdient: der Burundi Masha. Die Bohnen stammen aus Burundi im Osten Afrikas und bieten einen fabelhaften Geschmack. Vollmundig, intensiv und etwas süß-säuerlich.

     

Teil zwei folgt dann aus Chicago 🙂

Habt eine schöne Woche,
Anna Lisa

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