#zerowaste 3: nachhaltige Zahnpflege

weniger Plastik im Badezimmer

Vor allem in Badezimmer und Küche kann man enorm Verpackungsmüll und Plastik einsparen. Natürlich könnte man direkt alles austauschen, ich habe mich aber dazu entschieden alles aufzubrauchen und nach und nach zu ersetzen: Meine elektrische Zahnbürste, deren Akku den Geist aufgegeben hat. Die Mundspülung in dieser großen Plastikflasche. Oder die Zahnpastatube.

Gerade bei nachhaltiger Körperpflege sollte der Wohlfühlfaktor nicht flöten gehen. Deshalb habe ich mir Zeit genommen und verschiedene Dinge ausprobiert. Zerowaste-Artikel und Rezepte.

Die Zahnpasta

Für viele Alternativen in Küche (Spüli) und Bad gilt: sie schäumen nicht. Das ist etwas, woran man sich gewöhnen muss, aber auch kann. Wir sind es gewohnt, dass es im Mund blubbert und schäumt, wenn wir Zahncreme und Mundspülung benutzen. Das ist aber nur ein Effekt und hat keinerlei Auswirkungen auf das Pflegeergebnis.

Ich habe mich ca. vor einem halben Jahr entschieden, meine Zahnpflege auf zerowaste umzustellen. Einzige Anforderung, die ich mir gestellt habe: Ein Besuch beim Zahnarzt und seine Meinung dazu. Und siehe da: nach fünf Monaten selbst gemachter Zahncreme sind meine Zähne und Zahnfleisch unverändert gesund. Schließlich kommt es darauf an regelmäßig und lange die Zähne zu putzen und nicht unbedingt auf die Fluorid geboostete, mit Schmirgelpartikeln (Plastik!) versehene und angeblich aufhellende Wundercreme.

Hartgesottene Zerowastler (die z.B. auch so mutig sind, ohne Sonnenschutz sich im Sommer unter freiem Himmel zu bewegen) benutzen reines Backpulver zum Zähneputzen. Wohlfühlfaktor: -50.

Eine Alternative sind Dentaltabs. Die gibt es in Unverpackt-Läden auch ohne Plastikdöschen. Allerdings muss ich sagen, dass die mir überhaupt nicht zugesagt haben.

Also habe ich mich an eine selbst angerührte Zahncreme gewagt. Und dieses Rezept von ‚mehr als Grünzeug‘, hat mir besonders zugesagt. Und vegan ist es auch noch.

zerowaste Zahnpasta

(ausreichend für ca. 3 Wochen)

2 EL Kokosöl
3 EL Natron
20 Tropfen Minzöl
2 TL Xylit
1 Schraubglas

Das Kokosöl in eine Schüssel geben und mit einer Gabel cremig rühren/drücken. Dann Natron und Xylit untermischen. Zum Schluss das Minzöl hinzufügen und alles zu einer Paste verrühren und in ein sauberes Schraubglas füllen. Dann wie normale Zahnpasta verwenden.

Ade Listerine & Co.

Ich bin und bleibe großer Fan von Listerine. Die beste Mundspülung überhaupt. Allerdings auch sehr teuer und in großen Plastikflaschen. Also habe ich nach einer Alternative gesucht und bei Wastelandrebel eine gefunden. Der Birkenzucker (Xylit) sorgt wie in der Zahnpasta für die Pflege (der Stoff ist auch in Zahnkaugummis) und das Teebaumöl für ein antibakterielles Finish.

zerowaste Mundspülung

(für ca. 1 Schraubglas und 250 ml Flüssigkeit)

240 ml abgekochtes und kühles Wasser
1 Tl Natron
8 Tropfen Minzöl
5 Tropfen Teebaumöl
1 TL Xylit
1 Schraubglas

Und jetzt kommt das Beste: Alle Zutaten in das Schraubglas füllen und schütteln. Fertig!

Als passende Zahnbürste bieten viele Unverpackt-Läden die Zahnbürste aus Bambus von Hydrophil an. Die gibt es in verschiedenen Stärken und auch mit Reisehülle.

Vielleicht startet ihr im neuen Jahr ja auch mit einer kleinen Veränderung im Badezimmer?

Bis bald,
Anna Lisa

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