Wiesbaden und schwedischer Weihnachtsmarkt in Frankfurt

Wiesbaden Innenstadt

Lebt man in einer Stadt, in der es kaum noch alte Bausubstanz gibt, ist man immer wieder erstaunt, dass doch einige Städte in Deutschland von den Schäden des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont geblieben sind.

Schon alleine der Weg vom Bahnhof in die Innenstadt ist mit atemberaubenden Altbauten mit Erkern, Säulchenbalkonen, hohen Eingangsportalen und Stuck an der Decke gesäumt.

    

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt muss man sich also daran gewöhnen, nicht mehr aus dem Staunen heraus zu kommen. Gleiches gilt für die neoromanische Ringkirche, die vor der Fassade stehend noch riesig aussieht, beim Herumgehen aber immer kleiner erscheint.

Das Herz der Stadt schlägt auf dem Schlossplatz, auf dem während meines Besuches gerade der Weihnachtsmarkt stattfand. Dort findet ihr auch die Marktkirche, deren hohe Türme man von weiter Entfernung schon sehen kann.

     

Heute ist Wiesbaden Landeshauptstadt Hessens, zuvor war es vor allem Regierungssitz der Linie Nassau. Deshalb heißt die Bank dort auch NaSpa 😉 (Nassauer Sparkasse) und im Historischen Fünfeck der Stadt befinden sich vor allem Bauten, die von den Herzögen von Nassau initiiert worden sind. Wie beispielsweise das Stadtschloss mit Sitz des Landtages, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten und neuen Rathaus liegt.

Sehenswert ist auch das neue Kurhaus, hinter dem sich im Stil eines englischen Gartens der Kurpark erstreckt.

Gleich daneben liegt das Staatstheater mit dem Schillerdenkmal. Was der Schriftsteller wohl gesagt hätte, wenn man ihn wirklich zwischen Almhütten eingebaut hätte?

Als Tourist sollte man sich auch den Kochbrunnenplatz ansehen. Unter einem Pavillon befindet sich dort eine Thermalquelle, die vor allem im 19. Jahrhundert aufgesucht wurde.

Und zuletzt könnt ihr am Luisenplatz die Bonifatiuskirche, das Waterloo-Denkmal sowie das Nassauer springende Pferd bestaunen.

The Friday Cupping Room

Unweit der ganzen Sehenswürdigkeiten liegt ein kleines sehr gemütliches Café. Bei the Friday Cupping Room erwartet euch Gemütlichkeit pur in stilvollem Ambiente.

Es gibt richtig guten Kaffee und dazu eine kleine aber qualitätvolle Karte mit Frühstück, Kuchen, einer täglich wechselnden Suppe und warmen Gerichten. Der Wrap mit Falafel war wirklich hervorragend!

Poutine Factory

Wer es eher deftig mag, dem empfehle ich Poutine Factory. Poutine ist ein recht junges ‚Nationalgericht‘ aus Kanada, dass es mit der Streetfoodwelle auch nach Deutschland geschafft hat. Die klassische Variante besteht aus Fritten, kleinen Käsestücken (cheese curds) und Bratensoße.

Mein Tipp: inkl. Jalapeños bestellen! Natürlich ist das Essen keine leichte Kost und die Bratensoße weicht die Pommes irgendwann unweigerlich auf, aber genau das ist das Tolle an Poutine.

Bei der Factory gibt es verschiedene Sorten. Sehr lecker war auch die Variante mit pulled Chicken und Mango.

Die Portionen sind ausreichend groß und die Zutaten sehr frisch. Selten eine so perfekte Avocado beim auswärts Essen bekommen 🙂

Schwedischer Weihnachtsmarkt in Frankfurt

Der Vorteil in einem Ballungsgebiet zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen zu leben ist vor allem eines: langweilig wird einem nie. Ob nach Mainz, Darmstadt oder Frankfurt. Alle Städte sind gut angebunden (teilweise bis tief in die Nacht), sodass man das Wochenende auch gut für Ausflüge nutzen kann.

Als bekennender Schwedenfan und Weihnachtsjunkie wollte ich immer einmal den schwedischen Weihnachtsmarkt in Frankfurt besuchen. Dort befindet sich eine der vier schwedischen Kirchengemeinden in Deutschland, die einmal im Jahr in Preungesheim einen solchen Markt veranstalten. Von der Haltestelle Konstablerwache aus einfach die U5 nach Preungesheim nehmen bis Gießener Straße und dann noch etwa 10 Minuten zu Fuß laufen.

Idealerweise kommt ihr gerade an, wenn die Sonne bereits untergeht. Dann ist es besonders gemütlich. Im Gemeindehaus gibt es Stände mit Strickartikeln, Kunsthandwerk und klassischer schwedischer Weihnachtsdeko. Zwei weitere Zelten, in denen man auch unter Heizpilzen sitzen kann, sind den schwedischen Leckerbissen gewidmet: von pannkakor med vispgrädde och hallonsylt, kanelbullar, lussekatter, smörgås und smörgåstårta bis prinsesstårta ist alles dabei!

Zusätzlich kann man schwedische Süßigkeiten und Snacks erwerben.

    

Großes Highlight ist natürlich der schwedische Glühwein: Glögg. Der ähnelt in seiner Zusammenstellung dem deutschen Glühwein, wird allerdings traditionell mit Rosinen und Mandeln getrunken. Dazu gibt es Pepparkakor.

Aber Vorsicht, welchen ihr erwischt.

Da in Schweden Alkohol nicht öffentlich getrunken werden darf, gibt es an Straßenständen die alkoholfreie Variante. Je weiter man jedoch Richtung Norden kommt, umso häufiger wird der Glögg nicht nur aus Rotwein, sondern auch mit Rum hergestellt. Schließlich ist es ja auch ziemlich kalt dort 😉

Holy Cross Brewing Society

Bei jedem Aufenthalt in Frankfurt steht ein Besuch bei Holy Cross Brewing Society an. Dort gibt es Specialty Coffee aus Frankfurt und anderen Regionen und leckeren Kuchen (unbedingt die Franzbrötchen testen!).

Übrigens liegt das Café am Fischerplatz, ca.5 Gehminuten vom Römer entfernt, und bietet ein qualitätvolles kulinarisches Dreieck. Neben gutem Kaffee bekommt ihr dort im Cafe Sugar Mama tollsten Kuchen und im naïv richtig leckeres Essen. Mehr konnte ich dort noch nicht testen, aber alleine an dem Platz liegen noch viele weitere Restaurants, die erkundet werden wollen 🙂

Bis bald,
Anna Lisa

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