Warum zerowaste und ein erstes Rezept für Badepralinen

Zerowaste

Seit Längerem beschäftige ich mich mit zerowaste. Leben nach dem zerowaste-Prinzip bedeutet, möglichst keinen Müll zu verursachen. Dazu zählen vor allem Verpackungsabfälle, aber für mich hat es auch etwas mit einem reduzierten Konsumverhalten zu tun. Zerowaste bedeutet auch eigentlich, seinen Alltag komplett müllfrei zu gestalten. Das schaffe ich bei Weitem nicht, aber Müll reduzieren ist erst einmal mein größeres Anliegen.

Ich werde bald einen post über Wege zur Müllvermeidung schreiben, aber heute erst einmal ein paar einfache Tipps.

Fünf einfache Schritte, weniger Müll zu produzieren:

1. Keine to-go Behältnisse aus Plastik

Jeder kennt die to-go Becher für Kaffee. Die Nutzungsdauer beträgt vielleicht 10 Minuten, das Plastik abzubauen 50+ Jahre. Hier gibt es einen interessanten Artikel dazu. Die Lösung? Einen to-go-Becher aus nachhaltigen Materialen, Glas (für einen authentischeren Geschmack) oder einfach mal auf den scheußlichen Bäckerei-Kaffee verzichten. Schmeckt nicht, ist nicht gut verträglich und meist überteuert. Zu gutem nachhaltigen (und dazu noch koffeinhaltigerem, das wissen die wenigsten) Kaffee, habe ich hier schon einmal einen post geschrieben.

2. Adé zu Senso, Nespresso und Co.

Und wieder sind wir beim Kaffee. Nichts produziert mehr unnötigen Müll, als Kapsel- oder Padmaschinen. Ganz zu schweigen von Schimmel und anderen Bakterien, die in den Geräten lauern. Ebenso bei Vollautomaten. Seien wir mal ehrlich: wer baut einmal wöchentlich dieses Gerät auseinander und reinigt es manuell? Die eingebaute Reinigungstaste bringt nämlich rein gar nichts. Also einfach einen Porzellanfilter kaufen und den Kaffee ganz altmodisch selbst brühen. Schnell, kostengünstig und lecker.

3. unverpackt Einkaufen

Nicht jeder hat entweder die Möglichkeit oder die Mittel in einem Unverpackt-Laden einzukaufen. Das heißt aber nicht, dass man nicht unverpackt einkaufen kann. Das Obst nicht in Sechserpacks erwerben, das Brot beim Bäcker in eine Baumwolltasche einpacken lassen und den Joghurt im Mehrwegglas kaufen. Funktioniert in jedem Supermarkt um die Ecke!

4. Die Frage aller Fragen: Brauche ich das wirklich?

Wer kennt es nicht. Zuhause lauern mehrere Flaschen Bodylotion im Bad, eigentlich hängt im Schrank 1/3 Kleidung, die seit mehreren Monaten kein Tageslicht mehr gesehen hat und die Invasion von Kugelschreibern, Markern und post-its scheint gar kein Ende mehr zu nehmen. Das kann man ganz einfach umgehen, indem man sich die ehrliche Frage stellt: Brauche ich das wirklich? Ihr werdet sehen, je öfter ihr sie mit einem ehrlichen ’nein‘ beantwortet, desto einfacher wird es und eure Wohnung bietet auf einmal so viel Platz!

5. Entweder ganz altmodisch oder modern: Bibliothek und Ebookreader

Auch Papier einzusparen, schützt die Umwelt. Wie wäre es einmal einen Kalender im Handy/am PC zu nutzen oder den Einkaufszettel auf dem Handy zu tippen? Vor allem Belletristik zu kaufen, ist in meinen Augen wahre Verschwendung. Einmal gelesen stauben die Bücher meist im Regal zu. Die kostengünstige Variante nennt sich (Stadt)Bibliothek. Die bessere Lösung für diejenigen, die viel unterwegs sind: ein Ebook-Reader. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen, jetzt möchte ich ihn aber gar nicht mehr missen.

Und zu einem sechsten Punkt, nämlich Dinge selbst herstellen, komme ich bei anderer Gelegenheit. Als kleinen Vorgeschmack gibt es aber ein Rezept für selbst gemachte Badepralinen (wer will schon in diesen Plastikkugeln abtauchen?).

Rezept für vier Badepralinen

100 g Natron
50 g Zitronensäure
25 g Speisestärke
4 EL Olivenöl

Vermischt die Zutaten gut miteinander, drückt sie in eine Muffinform und lasst sie mindestens eine Woche trocknen. Ihr könnt die Badepralinen auch mit Blüten verzieren, wie hier z.B. mit Rose.
Förmchen nach belieben
Eignen sich übrigens auch super als Geschenk!

Bis bald,
Anna Lisa

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