Kanelbullar nach original schwedischem Rezept

Ihr seid kurz vor Weihnachten zu einem Adventskaffee oder Ähnlichem eingeladen?
Dann solltet ihr euch unbedingt an Kanelbullar probieren! Selbstgemacht hat die schwedische Zimtschnecke nämlich überhaupt nichts mit der Tiefkühl-Ware von IKEA zu tun.

Kanelbullar, kanelsnäcka oder kanelsnurra bezeichnen alle das schwedische Zimtgebäck. Und eigentlich ist es auch nichts besonders Weihnachtsliches, Kanelbulle (so heißt die Einzahl) ist einfach der schwedische Scone, den man zu seinem Nachmittagstee genießt.

Zumindest in Südschweden sehen die Kanelbullar aber auch nicht aus wie Schnecken sondern werden kunstvoll gezwirbelt, gedreht und gefaltet. Auch haben sie häufig mehr Kardamom oder überhaupt Kardamom in der Füllung!

Ich zeige euch heute ein traditionelles schwedisches Kanelbullar-Rezept und wie einfach ihr die Schnecken formen könnt.

Svenska Kanelbullar 
(ca. 36 Stück)

Für den Hefeteig: 

100 g weiche Butter
0,5 l Milch
1 Päckchen frische Hefe
1/2 TL Salz
120 g Zucker
1 TL gemahlener Kardamom
800 g Mehl (Typ 405) 


Für die Füllung:

100 g weiche Butter 
80 g Zucker
2 EL gemahlener Zimt
1 Ei, verquirlt
1 TL gestoßener Kardamom

Hagelzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen

Backofen auf 230°C Ober/Unterhitze vorheizen. Butter in einem Topf zerlassen, Milch zugeben. Hefe in eine große Schüssel krümeln, etwas von der warmen Milchmischung zufügen und Hefe darin auflösen. Restliche Milch, Salz, Zucker, gemahlenen Kardamom und Mehl zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Erst mit dem Knethaken und dann mit den Händen. Der Teig ist fertig, wenn er sich leicht vom Schüsselrand lösen lässt. Etwas Mehl über den Teig streuen und mit einem Tuch abgedeckt ca. 45 min an einem warmen Ort gehen lassen.
Zucker, Zimt, gestoßener Kardamom und Butter mit einem Handrührgerät vermengen, bis eine braune Zuckermasse entsteht. Einfach damit es sich leichter auf den Teig streichen lässt. Den Teig nach der Gehzeit durchkneten. Teig ausrollen. 

Variante A- die ‚deutsche‘ Zimtschnecke: Mit Zuckermischung bestreichen, rollen, Stücke abschneiden und die Schnecken aufs Blech legen.
Wenn sie wie Franzbrötchen aussehen sollen, was es in Schweden auch häufiger gibt, stellt die Rolle mit der Teigseite aufs Blech. Nehmt eine Teigkarte und drückt diese Vertikal in die Mitte der Rolle, bis ihr fast am Boden angelangt seid. Im Ofen gehen die Seiten mit der Füllung nach außen auf und ihr habt das typische Franzbrötchen-Aussehen. 
Variante B- das Original: Teig dünn ausrollen und mit der Zuckermischung bestreichen. Danach die rechte Seite auf die linke klappen. Erneut vorsichtig ausrollen. Das gleiche nochmal. Dann mit einem Pizzaschneider ca. 30 cm lange Streifen abschneiden etwa 1 cm breit.
Dann könnt ihr entweder kunstvoll wickeln (rechts im Bild- wie ihr seht muss ich das noch üben) oder zwirbeln. 
Alle Varianten findet ihr in diesem Video, auch wie man den Teig faltet. Und dazu könnt ihr dieser wundervollen Sprache lauschen 🙂 
Hier gibt es eine gute Anleitung, wie ihr die Wickelmethode anwenden müsst. 

Danach legt ihr die Teilchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Unbedingt viel Platz dazwischen lassen, unsere Kanelbullar sollen ja im Ofen noch schön aufgehen!

Auf dem Blech ruhen die Hefeteilchen wieder für 30 Minuten, bevor sie in den Ofen kommen. 
Ein Tipp: Das Ei unmittelbar nach dem Backen aufpinseln. Die Teilchen sind noch warm genug, sodass das Ei nicht roh bleibt. Macht ihr das Ei vorher drauf, erhalten die Bullar die unschönen schwarzen Stellen. Wie ihr seht bekam ich den Tipp zu spät 😉 Dann mit Mandelblättchen oder Hagelzucker bestreuen, fertig!

Smaklig måltid,
Topf-Schere-Papier

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