Den Haag

Bereits mein erster Tag in Den Haag hat mich total von der Stadt überzeugt. Ich hätte niemals gedacht, dass mir in diesem Land eine Stadt noch besser gefallen kann als Amsterdam!
Den Haag ist natürlich ganz anders, die Straßen sind größer (und auch die Bürgersteige, was es manchmal wirklich etwas komfortabler macht) und man merkt einfach, dass man sich in einer Regierungsstadt befindet.
Trotzdem habe ich die Stadt unglaublich lieb gewonnen, weil es einfach so wunderschöne Plätze gibt, man ist super schnell am Meer, den ganzen Tag fliegen Möwen über der Stadt und die Cafés dort waren einfach unschlagbar schön.
Ach ja und die Stadt ist in ALLEM nur halb so teuer wie Amsterdam. Sei es Hotel, Lebensmittel oder sonst etwas 😉
Ich hatte auch das Glück im Zeeheldenkwartier unterzukommen- ohne zu wissen, dass es sich in den letzten Jahren zu DEM Künstlerviertel der Stadt etabliert hat. Entsprechend war immer was los und wenn ich in die erste Straße abbog folgte ein Café dem anderen.
So bin ich auch direkt an meinem ersten Tag bei Bar en Zo gelandet.
Ein Conceptstore mit Vintagekleidung, Porzellan, einem Händchen für Einrichtung, Designartikel von lokalen Künstlern, leckerem Essen und tollem Kaffee.

Ich habe mich wirklich noch nie so wohl in einem Café gefühlt. Das Ambiente war toll, die Musik hat perfekt gepasst, die Besitzer waren unglaublich nett, man konnte mit anderen ins Gespräch kommen oder sich einfach still mit einem Buch in eine Ecke setzen und seinen Cappuccino trinken.
Ihr seht- ich war in der Woche dort Stammgast 😉
Ich habe mich wirklich in der ersten Sekunde verliebt!

Danach wollte ich eigentlich ins Zentrum, aber just an dem Sonntag war der GRÖßTE FOOD-DESIGN-VINTAGE-STREETMARKET, der nur zweimal im Jahr in Den Haag stattfindet.
Da musste ich natürlich einmal drüber laufen.
Und die Anweisungen auf den Schildern befolgen 😉

Dieser Bäckereistand hatte so unfassbar leckere Sachen. Leider bieten sie nur Catering an…
Schade, denn die Sachen sahen wirklich sehr gut aus!
Und mein Dattelscone hatte es auch in sich 🙂

Danach bin ich an diesem Stand hängen geblieben.

Alles sah so frisch und lecker aus und es gab hausgemachten Hummus.
Hat mein Herz natürlich im Sturm erobert.
Und auch sonst gab es noch viele weitere Leckereien auf dem Markt.
Wieso ist der eigentlich nur an einem Tag und nicht das ganze Wochenende?!
Der einzige verregnete Tag während meiner zwei Wochen war natürlich der Sonntag, deshalb musste ich mich kurz in ein Café flüchten.
Also habe ich es mir bij Clarence gemütlich gemacht 🙂
Und wieder mal diese tollen niederländischen Zeitschriften durchgeblättert…

…und einen Vorgeschmack auf das Mädchen mit dem Perlenohrring bekommen 😉

Was man sich in dem Viertel auch ansehen sollte ist der Friedenspalast, in dem ein Teil des Internationalen Gerichtshofs sitzt.

Direkt am Schlossgarten liegt das Pistache Café.
Hat mich mit seiner mintgrünen Einrichtung doch irgendwie auch an amerikanische Diner erinnert 🙂
Außerdem gibt es jede Menge Säfte im Angebot.

In der Stadt gibt es aber natürlich auch noch einige Sehenswürdigkeiten.
Der Binnenhof ist der wichtigste Komplex, saß doch dort lange Zeit das niederländische Parlament. Das ist heute teilweise auch noch der Fall, wenn auch noch weitere Ämter dort ansässig sind.

Nördlich des Binnenhofs liegt der Hofvijver, eine angelegte Wasserfläche mit einer kleinen Insel.
Am nordöstlichen Ende befindet sich auch das Mauritshaus mit seiner Gemäldegalerie Alte Meister und das Haags Historisch Museum als Stadtmuseum.
Im Mauritshuis hängen hochkarätige Werke, aber bekannt ist es vor allem für ‚das Mädchen mit dem Perlenohring‘ oder niederländisch (klingt irgendwie hübscher) ‚Het meisje met de parel‘ von Johannes Vermeer.
Übrigens ist dieser vielleicht unscheinbare Bau mit den roten Läden auch sehr interessant. Das ehemalige Gefängnis wurde im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts zur Gemäldegalerie des Erbstatthalters umfunktioniert- eines der frühesten Beispiele für die Niederlande.

 

Wenn ihr nach dem ganzen Sightseeing am Rathaus vorbei gelaufen seid…
…dann könnt ihr euch bei Frietwinkel biologische niederländische Pommes gönnen.
Die schmecken lecker, werden vor allem mit Schale zubereitet (was eher untypisch ist für die Region) und es gibt so tolle Dips wie Kürbisketchup 🙂
Wenn ihr in Den Haag unterwegs seid solltet ihr euch unbedingt zumindest einen Nachmittag Zeit nehmen um nach Scheveningen zu fahren. Das ehemalige Fischerdörfchen liegt nämlich direkt am Meer und man ist vom Stadtkern aus in 25-30 min mit der Tramlinie 16 ohne Umstieg an der See 🙂
Scheveningen hat einen Hafen und auch noch ansässige Fischereien und ganz viele kleine Fischerboote.
Aber auch tolle Strandbars.
Hotspot ist der Pier, bei dem auch ein Riesenrad eingerichtet ist. Allerdings braucht man sich nur einmal die Satellitenaufnahme auf google earth anzusehen und man möchte sich im Sommer dort vielleicht dann doch nicht um den 1 qm Liegeplatz streiten müssen.
Zu meinem Glück war an dem Abend noch ein Fischstreetfoodmarkt. Es gibt ja nichts besseres als frischen Seefisch!
Von Dumblings…

…über den klassischen Surf & Turf Burger war alles dabei.

Besonders angetan hatten es mir die kleinen Löffel, damit konnte man so viel probieren!
Nur keine Austern, da werde ich mich wohl nie rantrauen.

Irgendwie hatte ich auf der Reise auch ein Händchen für Neueröffnungen. Insgesamt bin ich dreimal in einen Laden geplatzt, der gerade erst eine Woche geöffnet hatte.
Deshalb hat Lavinia Cakes ’n Buttons auch noch keine Internetpräsenz oder ist bei google maps verzeichnet. (Update: mittlerweile schon und der Laden scheint sehr gut anzukommen! Schaut mal hier). Der wunderhübsche Laden befindet sich in der Piet Heinstraat 103/A.
Und schaut euch bitte mal diese Kuchen an, ist das nicht der helle Wahnsinn?
Und hier gibt es noch mehr davon…
Die Kuchen können für Veranstaltungen oder Geburtstage bestellt werden, es gibt aber auch eine kleine Auswahl im Café und auch einige herzhafte Brotjes und Salate.
Mein kleiner Cheesecake war wirklich traumhaft!
Wie die ganze Einrichtung. Hinten ist die offene Küche und man kann bei der Zubereitung der Speisen zusehen. So etwas mag ich ja immer sehr gerne.
Außerdem war die Besitzerin total nett und aufgeregt, dass gleich am ersten Tag so viele Leute kamen 🙂
Gleich daneben befindet sich übrigens ein kleiner Vintageladen.
Ob da ein Teil der Einrichtung her ist? 😉
An meinem letzten Tag war ich noch bei loveandpeas. Wieder mal ein Instagramfund.
Und was für einer! Das palästinensische Restaurant hatte die BESTEN wirklich BESTEN Falafeln, die ich je probiert habe. Irgendeine Zutat war mir neu, aber sie waren wirklich hervorragend. Die beiden Besitzer waren ebenfalls sehr nett und das gesamte Essen (ich hatte ein klassisches Hummusmenü) hervorragend.
Ich habe meine Woche in Den Haag wirklich sehr genossen und viele schöne Momente dort verbracht.
Außerdem kann man auch sehr gut nach Leiden, Delft, Gouda und Rotterdam fahren. Wenn die Städte ja schon so nah beieinander liegen, dann sollte man das auch ausnutzen!
Bis bald und habt ein schönes zweites Adventswochenende,
Topf-Schere-Papier

 

 

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