Sonntagsbrunch mit Hefezopf und Lemoncurd

So langsam beginnt die Zeit der Weihnachtsfeiern und manchmal lädt man ja einfach ein paar Gäste zu sich ein.
Auch wenn es einen Brunch gibt, stellt sich immer wieder die Frage: was zubereiten?
Ich habe mich dieses Mal für einen Hefezopf entschieden. Ein frischgebackener Hefezopf ist nicht mit Produkten aus dem Supermarkt zu vergleichen.
Außerdem schmecken süße Aufstriche auf einem Hefezopf natürlich tausend Mal besser als auf Brot oder Brötchen 😉
Wenn ihr zum ersten Mal mit frischer Hefe arbeitet, würde ich euch einen Probelauf (dann aber bitte mit einer kleineren Teigmenge) empfehlen.
Hefeteig kann eine Diva sein und man muss erst einmal ein entsprechendes Verhältnis dazu aufbauen. 
Wenn das aber geschafft ist, sind Hefeteige so einfach wie Rührkuchen!
Das Rezept für den folgenden Hefezopf reicht für einige Personen und ergibt einen sehr großen Zopf. Für eine kleine Runde reicht auch die Hälfte des Rezepts völlig. 
Dazu habe ich etwas Neues ausprobiert: Lemoncurd. 
Eine Zitronencreme, die vor allem aus der englischen Küche stammt und häufig zu Scones gegessen wird. 
Sofern ihr schon einmal Gekaufte probiert habt: kein Vergleich.
Selbst zubereitet schmeckt Lemoncurd nach unglaublich viel (natürlicher!) Zitrone und ist samtig weich. 
Und passt demnach perfekt zu Hefezopf – also ran an die Töpfe!
süßer Hefezopf 
(für 8-10 Personen)
1 Würfel frische Hefe (42 g)
5 EL Zucker
200 ml Milch
700 g Weizenmehl (Typ 405)
1 Prise Salz
100 g weiche Butter
3 Eier (Zimmertemperatur)
100 g Mandelstifte
Abrieb einer Biozitrone
Mehl zum Bestäuben

Hefe in eine Schüssel bröckeln und mit einem TL Zucker bestreuen. Milch erwärmen (nicht kochen!) und davon 50 ml über die Hefe geben. Abgedeckt 15 min gehen lassen.
Mehl mit Salz und restlichem Zucker mischen. Butter in Flocken schneiden, zwei Eier verquirlen. Butter, Eier, übrige lauwarme Milch und Hefegemisch zum Mehl geben. Erst mit dem Knethaken, dann von Hand kräftig kneten (ca. 5-7 min).
Eine Schüssel mit Mehl bestäuben und den Teig dort abgedeckt ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. 
Teig danach erneut von Hand kneten und Zitronenabrieb und Mandelstifte einarbeiten.
Dann den Teig dritteln, drei Stränge formen und auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen. Einen Zopf daraus flechten und nochmals abgedeckt 30 min gehen lassen.
Ofen in der Zwischenzeit auf 200°C vorheizen und für den Backvorgang auf 180°C runterschalten. Übriges Ei mit Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Im heißen Ofen 35-45 min backen.

Lemoncurd 
(für 2 Einmachgläser)
5 Biozitronen (Saft und Abrieb)
125 g Butter
250 g Zucker
4 Eier (Zimmertemperatur)

Zitronen heiß abwaschen. Schale abreiben und danach den Saft auspressen. Beides in eine Schüssel geben, die in einen Topf gehängt werden kann. Die Masse wird nachher ähnlich eines Wasserbades gegart, allerdings sollte der eingehängte Topf den Wasserpegel nicht berühren!
Butter in Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker in die Schüssel geben. Alles mit einem Schneebesen vermengen und über dem Wasserbad schmelzen. Hierfür ca. 2 cm hoch Wasser in den Topf einfüllen. Das Wasser darf nur sieden! Wenn alles geschmolzen ist die Eier in einer weiteren Schüssel verquirlen und mit ein wenig heißer Masse angleichen. Danach die Eier unter die Masse auf dem Herd rühren (mit dem Schneebesen). Bei niedriger Hitze muss die Masse jetzt garen und eindicken (nicht kochen!). Unter regelmäßigem Rühren wird die Masse dicker und erreicht nach etwa 20-25 min die gewünschte Konsistenz. Lemoncurd vom Herd nehmen und heiß in die Gläser einfüllen und verschließen. 

Den Lemoncurd solltet ihr generell kühl und dunkel lagern und nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
Der Hefezopf hält sich ebenfalls frisch, wenn ihr ihn in ein Leinentuch einschlagt. 
Keine Plastiktüte verwenden, das macht den Zopf ganz weich.
Habt alles ein schönes Wochenende,
Topf-Schere-Papier
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