Unverpackt

Wie ich letztens schon erwähnte, ist Trier mein neues Klein-Kreuzberg. Es gibt tolle Burger und jetzt haben wir endlich was, was jede Stadt haben sollte: Einen Unverpackt-Laden.

Eine Crowdfunding-Kampagne mit vollem Erfolg! Ich war zum ersten Mal in Berlin in einem solchen Laden. Und seitdem ich mal für ein Praktikum in Kreuzberg gewohnt habe, schlägt mein Herz ja sowieso für diesen Stadtteil. So vielfältig, multikulti und einfach toll.
Man MUSS es dort einfach lieben. Wie eigentlich die ganze Stadt, aber das ist ein anderes Thema 😉

Seitdem ich im Einzelhandel gearbeitet habe, muss ich echt gestehen, dass ich mehr auf Müll achte. Man hat nämlich überhaupt keine Vorstellung davon, was alles weggeworfen wird. Ehrlich nicht. Wenn ihr denkt, ihr hättet eine Ahnung davon, ihr habt es nicht, bis ihr es gesehen habt.

Natürlich ist es die einfachste Variante z.B. in einem Discounter einzukaufen. Das tue ich teilweise auch. Aber wenn es geht, vermeide ich es. Ich habe immer eine Tüte dabei, kaufe Obst und Gemüse wenn möglich nicht abgepackt und wo möglich lasse ich mir meine Dosen von Zuhause wiegen und befüllen.
Sei es am Trockenobst-Stand auf dem Markt oder im Teeladen.

Deshalb musste ich mir natürlich direkt den Unverpackt-Laden in Trier ansehen. Und ich war begeistert!

Klar kostet es mehr Zeit und ‚Aufwand‘ seine eigenen Behältnisse mitzunehmen. Aber ihr habt weniger Müll, genau die Füllmenge, die in eure Behälter passt, die Sachen sind trocken, sauber und hygienisch gelagert.
Dafür bringt ihr euer Behältnis mit, wiegt es vor dem Befüllen, bekommt einen Zettel und damit geht ihr dann an die Kasse.

Es gibt sogar Waschpulver, dass man sich selbst abfüllen kann.

Und eine kleine Hygiene-Artikel-Ecke.
Und eine Müsli-Samen-Nüsse-Trockenobst-Wand.
Natürlich mein ganz großer Favorit.
Probiert unbedingt das Schoko-Knuspermüsli. Sehr lecker mit Kokos- und Bananenchips!
Außerdem könnt ihr auch hübsche Weckgläser nehmen, preisgleiche Sorten schichten und z.B. als Probiergröße verschenken oder einfach mit zur Arbeit nehmen holen und mit Milch befüllen.

Ihr könnt euch im Unverpackt-Laden auch Essige abfüllen, Brot kaufen und Kaffee frisch mahlen lassen.
Dazu gibt es kleine süße Schmankerl an der Theke!
…oder auch im Regal:
Wenn ich solche Videos wie dieses hier sehe, bleibt nicht mehr als Kopfschütteln übrig. Ja man kann nicht die ganze Welt auf einen Schlag verändern, schon klar. Aber das Bewusstsein auf Probleme lenken ist absolut legitim und mit solchen Sachen wird das ins Lächerliche gezogen.
 

Dabei sollte man doch meinen, die Verpackungsindustrie würde sich selbst einen Gefallen tun, indem sie mit intelligenten und ressourcensparenden Verpackungen wirbt und nicht mit Spaghetti-durch-die-Gegend-werfenden jungen Leuten!

Ich kann auf jeden Fall nur Positives von dem unverpackt-Konzept berichten. Und man sieht ja auch, dass die Spender und Behältnisse sehr professionell sind und man sich, falls das jemand von euch bedenkt, keine Sorge um Hygiene machen muss.

Und das Allerbeste: Wollt ihr erst einmal testen, nehmt holt (ja wir üben das jetzt bereits für den Einkauf!) ihr euch einfach eine ganz kleine Menge und seht dann, ob euch die Ware zusagt und ihr keine angebrochene Packung zuhause stehen.

Habt ein schönes Wochenende,

Topf-Schere-Papier

 

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someonePrint this pageShare on LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*