White-Choc-Cheesecake mit Blaubeeren und Physalis

Kennt ihr das, wenn ihr eines eurer Hobbies so lange nicht ausüben könnt, dass ihr beim nächsten Mal richtig Lust habt es ganz ausführlich zu tun?

So ging es mir bei meinem letzten Kuchen 😉
Ich hatte so lange keine Zeit zu backen, dass ich Lust hatte mich noch einmal so richtig auszutoben.

Herausgekommen ist ein schmucker Cheesecake aus weißer Schokolade und einem bunten Beerenmix.

Eigentlich wollte ich nach diesem Rezept backen.
Aber wie es so häufig ist (ich hoffe jemand kennt das Problem auch), hat man einfach nie die passende Backform im Haus.
Ich bin ja ein Freund von wenig Küchenausstattung, deshalb besitze ich genau zwei Springformen: Groß und klein. Das scheint aber sonst niemand zu tun und so habe ich wirklich NIE die passende Größe da. Und wenn man dann anfangen muss die Zutaten für den Kuchen zu siebteln, dann kann das ja nichts werden.
Außerdem- was soll ich bitte mit den restlichen 43,4 g Mascarpone und 28 g Creme double?

Deshalb habe ich das Rezept auf meine Springform zugeschnitten und einfach jede Packung komplett leer gemacht.
Und zugegeben- ich hatte Glück, dass mein Plan aufging.

Hier als mein abgewandeltes Rezept. Der Kuchen braucht Zeit, ideal ist über Nacht!

White-Choc-Cheesecake mit Beeren 
(24 cm Springform)
Zutaten:
300 g Vollkornkekse (ich habe Dinkel-Hafer von Alnatura verwendet)
150 g Butter (zimmerwarm) + eine kleine Ecke zum Fetten der Springform
400 g weiße Kuvertüre + eine Ecke zur Deko
300 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
250 g Crème Fraîche
250 g Mascarpone
500 g Magerquark
250 g Blaubeeren, verlesen 
eine Schale Physalis (Dekor)
eine Rippe dunkle Schokolade (Dekor- dafür benutzte ich ebenfalls gerne Alnatura)
 
Zubereitung:
Den Boden der Springform dünn mit Butter bepinseln. Danach Backpapier auf den Boden der Springform aufbringen, glatt ziehen und den Ring einklemmen. Überschüssiges Backpapier abschneiden. Die Kekse in einen Gefrierbeutel füllen, zerkrümeln und in eine Schüssel geben. Über einem Wasserbad die Butter schmelzen und zu der Keksmischung geben. Alles gut vermengen, bis die Kekskrümel feucht sind. Dann die Masse in die Springform füllen und an den Boden andrücken (das gelingt am besten mit dem flachen Boden eines Trinkglases). Danach ab in den Kühlschrank damit (ich habe den Boden über Nacht gekühlt). 
Die 400 g weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen und ihr dürft das Wasser auch nur auf mittlerer Hitze haben und es sollte nur leicht den Boden des Kuvertürebehälters berühren. Immer schön umrühren, die Schokolade darf unter keinen Umständen anbrennen.
(Ich nutze dafür übrigens seit Jahren dieses hier. Bei 400 g ist die Füllmenge zwar wirklich erreicht, aber so extrem schokoladig sind die meisten Kuchen ja nicht)
Schokolade danach leicht abkühlen lassen. Sollten noch ein paar kleine festere Teile in der Schokolade sein, einfach in eine kleine Metallschüssel füllen und ordentlich mit einem Schneebesen umrühren. Dann sollte die Schokolade ganz ‚glatt‘ sein. 
Danach die Schokolade leicht abkühlen lassen. In eine andere Schüssel die restlichen Zutaten, bis auf die Blaubeeren geben und alles gut mit einem Holzlöffel vermengen, bis eine homogene Masse entsteht. Danach die weiße Schokolade komplett eingießen und direkt rühren. Keine Panik, es dauert etwas, bis sich die Masse verbindet. Am besten halb rühren und danach die Masse von unten nach oben heben. Erst aufhören, wenn wieder eine homogene Masse entstanden ist. Danach ca. 200 g Blaubeeren vorsichtig unterheben! Es darf keine Beere kaputt gehen sonst hab ihr unschöne blaue Streifen in eurem Kuchen. Dann die Masse in die Form gießen und glatt streichen. Blaubeeren und Physalis darauf verteilen, ganz leicht andrücken und ab in den Kühlschrank damit. Minimum vier Stunden kühlen!
Danach das letzte Stück weiße Schokolade schmelzen, glatt rühren und mit einem Teelöffel horizontale Streifen über den Kuchen ziehen. Das gleiche nochmal mit der Zartbitterschokolade in vertikal.

Der Kuchen schmeckt wirklich sehr gut, sollte aber nicht zu lange außerhalb des Kühlschranks stehen, sonst verliert er seine Form.

Ihr könnt den Kuchen natürlich auch mit anderen Beeren verzieren und die Schokolade weglassen. Aber auf das bisschen kommt es ja nun wirklich auch nicht mehr an 😉

Habt einen schönen Sonntag,

Topf-Schere-Papier!

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