Prag- Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil der Prager-Reiseroute ūüėČ
Im ersten Teil ¬†hatte ich das √∂stliche Moldauufer der ‚Goldenen Stadt‘ vorgestellt, heute bewegen wir uns westlich des Flusses.
Dieser Teil ist bis auf den Weg zur Burg beinahe ausgestorben, sofern man ihn der Altstadt gegen√ľberstellt.
Und das v√∂llig zu Unrecht! Der Stadtteil¬†Hradńćany¬†hat nicht nur die Burg zu bieten, auch wenn das viele Touristen meinen. Man hat erst einmal von dieser Seite aus einen tollen √úberblick √ľber die Altstadt mit ihren vielen unterschiedlichen Kircht√ľrmen und kann den Blick √ľber das Moldauufer schweifen lassen.
Den Weg hoch zur Burg findet man ganz leicht, man muss einfach der Menschenmasse nachlaufen ūüėČ
Aber bevor man sich auf den Weg hoch zum Burgberg macht, sollte man sich noch unbedingt die zweite Nikolauskirche ansehen.
Die Jesuitenkirche ist wirklich eine der schönsten Barockkirchen Prags, sowohl innen, als auch außen. 
                                                        
                                           
√úbrigens befindet ihr euch dann mitten auf der so genannten Prager Kleinseite (Mal√° Strana) und k√∂nnt mit einem Blick √ľber die Pests√§ule schon die beiden Turmspitzen des Veits-Domes sehen ūüôā
                                                          
Die Kuppel von St. Nikolaus sieht man selbst erst am besten vom Burgberg, da auch hier der Platz ziemlich zugebaut ist.
                                      
Aber nun auf zur Burg! Und nehmt euch am besten einen ganzen Tag Zeit. Die Burg hat in den Sommermonaten nämlich nur bis 17, im Winter nur bis 16 Uhr auf und es gibt SO VIEL zu sehen.
Nat√ľrlich den Veitsdom, noch weitere Kirchen, eine Gem√§ldegalerie, man kann einen Turm besteigen (der √ľbrigens ebenfalls wie der Altst√§dter Pulverturm hei√üt- beide waren in sp√§terer Zeit Schie√üpulverlager…).
Vorab solltet ihr euch dar√ľber informieren, was ihr sehen wollt, denn es gibt unterschiedliche Ticktes (f√ľr die Menge an Sehensw√ľrdigkeiten aber immer noch g√ľnstig).
Hier könnt ihr euch einen Überblick verschaffen.
Wir haben Ticket B genommen, weil die Zusatzangebote von Ticket A (Geschichte der Prager Burg und Pulverturm) f√ľr uns nicht interessant waren. Erstens hatten wir ja den tollen Reisef√ľhrer dabei und der Ausblick vom Burgplateu ist auch sch√∂n genug ūüôā
Und einen Vorgeschmack bekommt man schon, wenn man die Treppen zur Burg hochläuft. Also unbedingt auch mal UMDREHEN! Ihr verpasst sonst atemberaubende Ausblicke.
                                                        
Man betritt den Burgbereich durch drei Höfe, bis man zum Veitsdom gelangt.
Man betritt die Höfe durch eine Reihe von Giganten und das dahinterliegende Matthiastor, das einen antiken Trimphbogen nachahmt.
Im nächsten Hof kann man sich die Tickets kaufen und tritt dann direkt auf den Veitsdom zu!
Übrigens gibt es keine Möglichkeit NUR den Dom zu besichtigen, man muss sich an die vorgegebenen Ticketstrukturen halten.

Der Veitsdom (Chr√°m sv. V√≠ta) besticht nat√ľrlich schon allein durch seine Gr√∂√üe und vor allem im Burgring steht man direkt vor der hohen Fassade.
Dennoch w√ľrde ich empfehlen den Rundgang erst um den Dom zu beginnen und sich die anderen Orte im Burgbereich anzusehen. Dann bekommt man nicht nur das beste Bild der riesigen Kirchen, sondern vergisst auch nicht, dass es noch weitaus mehr zu sehen gibt!
Wie z.B. das Goldene G√§sschen, in dem sich ein Handwerkerviertel etablierte, nachdem die Z√ľnfte im Burgbereich keinen Einfluss mehr auf das Handwerksgewerbe hatten.

Der Teil der Kathedrale auf diesem Bild, der Chor, ist √ľbrigens noch der √§ltere Teil, w√§hrend der gesamte Rest vom Querschiff bis zum Haupteingang erst im 19. Jahrhundert begonnen und sogar erst im 20. Jahrhundert vollendet wurde!

Im Inneren des Veitsdomes besticht nat√ľrlich vor allem seine Gr√∂√üe:
Von der fr√ľhneuzeitlichen Ausstattung hat sich nicht sehr viel erhalten.
Original ist noch die vom Dombaumeister mit Halbedelsteinen und Gold ausgekleidete Wenzelkapelle.
Die bunten Fenster im umgebauten Hochaltar aus dem 20. Jahrhundert wurden teilweise nach Vorlagen Alphonse Muchas gefertigt.
Sehenswert ist auch das barocke Hochgrab des Hl. Nepomuk aus Silber.
√úbrigens sieht man Statuen dieses Heiligen an fast jeder Ecke in der ganzen Stadt. Rainer Maria Rilke sprach auch schon von „lauter, lauter Nepomucken“.
Der b√∂hmische K√∂nig Wenzel IV. soll Johannes Nepomuck von der Karlsbr√ľcke geworfen lassen haben, nachdem dieser das Beichtgeheimnis nicht brechen wollte. Wenzel wollte so den Ehebruch seiner Frau herausbekommen.
Deshalb tr√§gt Nepomuk auch einen Kranz aus 5 Sternen um den Kopf, f√ľr das lat. Wort tacui= ich habe geschwiegen.
√úbrigens sollen die Sterne Gl√ľck bringen und so verliert u.a. die Br√ľckenstatue des Heiligen h√§ufiger mal ein Sternchen an Gl√ľcksritter.
 
Und obwohl ihr nach dem Burgbesuch einen ganzen Tag auf der anderen Moldauseite verbracht habt: Geht nochmal hin! 
Unbedingt sehenswert, wenn auch noch etwas höher gelegen ist nämlich das Kloster Strahov- insbesondere die barocke Bibliothek, von der ich im ersten Teil sprach.
Man kann im Kloster zwei barocke Bibliotheksr√§ume besichtigen: Den philosophischen und theologischen Saal. Betreten darf man sie nicht, aber f√ľr 1,50 ‚ā¨ kann man eine Fotogenehmigung erwerben ūüôā
Von den Aufsichtspersonen kann man √ľbrigens auch Informationen √ľber die einzelnen R√§ume bekommen.
Solltet ihr nach diesem vollen Programm hungrig sein, empfehle ich euch¬†Trdeln√≠k. Das ist so eine Art Baumstriezel, die gebacken werden und danach wenn man m√∂chte bef√ľllt.
                                          
Und auch wenn ich nat√ľrlich nicht alle L√§den testen konnten, waren die von Good Food Coffee & Bakery sehr gut! Der Laden liegt direkt auf dem Weg zur/von der Karlsbr√ľcke in die Altstadt und das Besondere ist, dass es alle m√∂glichen F√ľllungen gibt. Und die Striezel schmecken so auch wirklich gut!
Probiert auch mal den herzhaften, der ist wahnsinnig lecker!
Falls ihr nach einem schönen Kaffee auf der Burgseite sucht, geht zu Cukrkávalimonáda.
Dort gibt es leckeren Kaffee und tolle Smoothies und auch Kuchen und kleinere Speisen.
                                      

Prag ist wirklich eine sehr tolle Stadt, in der man ereignisreichen, kulturellen und g√ľnstigen Urlaub machen kann!

Achso ja: Bier gibt es dort auch in ganz vielen Varianten und super g√ľnstig.
Aber mal ganz ehrlich, bei so vielen Dingen, die es zu besichtigen gibt vergisst man das mal schnell, gell?! ūüėČ

Topf-Schere-Papier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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