Urlaub in Schweden #2- Natur pur!

Schweden ist nicht nur das Land von IKEA, verschiedenen Indiebands, Haupt-Zimtschnecken-Lieferant und Krimi-Metropole.
Schweden hat vor allem viel Natur und das nicht einmal weit entfernt von den großen Städten. Es gehört zu den Ländern, die zwischen den Ballungszentren und vor allem im Norden nur sehr punktuell besiedelt sind und somit große Wald, Wiesen- und Seeflächen unberührte Schmuckstücke bilden.
Bei unserem Aufenthalt in Tyresö haben wir zwei Tagesausflüge ins Grüne/Blaue gemacht, die ich gerne mich euch teilen würde.
Der erste Ausflug führte in den Tyresta Nationalpark. Ich bin kein sonderlich passionierter Wanderer, habe nach diesem Ausflug allerdings Gefallen gefunden. Dazu gleich mehr!
Als vollkommenes Neuland hatte ich nicht viel Ausrüstung, die ich für eine Wandertour vorweisen konnte, aber drei Dinge waren essentiell: 
Ein guter Rucksack
Eine Thermoskanne für heißen Tee
und Wanderschuhe!

Was hätte ich ohne diese gemacht! Sie sind natürlich keine Schmuckstücke, schmeicheln weder den Knöcheln, noch dem Geldbeutel, aber sie geben unglaublich guten Halt und wenn ich bedenke ich hätte mit meinen normalen (Turn)Schuhen über Stock und Stein gemusst, ich glaube ich hätte einen solchen Ausflug im ganzen Urlaub genau einmal gemacht und hätte danach nie wieder wandern wollen.

Ich hatte im Urlaub nur eine dicke Winterjacke dabei, was etwas lästig war. Durch den Wald war es auf Lichtungen warm, im Schatten sehr kalt und die Jacke nicht wirklich atmungsaktiv. Eine gute Wanderjacke hätte das sicherlich angenehmer werden lassen.

Aber nun zu der Tour an sich. Mit Hilfe des Reiseführer hatten wir uns über die Strecken informiert, die auch gut über die Homepage des Parks vorab anzusehen sind. Direkt zu Beginn stehen Wegschilder der verschiedenen Touren, denen sich gut folgen lässt. 
Wir hatten eine 6km Strecke gewählt, die auch genau die richtige Länge für uns hatte. Sie war nur an einem kurzen Stück etwas holprig und bergig und ansonsten gut zu gehen.
(Was auch daran lag, dass sie sich am Anfang und Ende mit den ‚Kinderwagen-Touren‘ schneidet).
Auf unserer Tour begegneten uns bestimmt zwei Stunden keine weiteren Menschen, es war einfach nur himmlisch ruhig und man konnte die Natur genießen.

Und sich in Fotografie üben 😉

Der Park hat ein kleines Café, in welchem wir im Anschluss noch Kaffee getrunken und kleine köstliche Tartelettes gegessen haben. 

Zum Aufwärmen oder Zeit bis zum Bus (der fährt nämlich nur jede volle Stolle nach Gullmarsplan/Stockholm oder in die andere Richtung) perfekt geeignet.
Ich kann den Nationalpark wirklich jedem empfehlen.
Ein weiterer Ausflug führte uns in Stockholms Schärengarten. Der Skägarden besteht aus sehr vielen kleinen Inselchen, die sich um die Stadt verteilen. Mit dem Boot kann man rausfahren und an verschiedenen Stellen aussteigen.
Unser eigentlich Ziel, die Insel Utö mit einem Bergwerkmuseum mussten wir beseitige lassen, da wir den Fahrplan falsch gelesen hatte.
Also wurde es die Insel Nämdö. Sehr klein, allerdings (und das ist keine Selbstverständlichkeit) mit kleinem Café/Bar und Supermarkt ausgestattet.

Die Fahrt dorthin war schon reiner Genuss, überall kleine Inseln mit roten Schwedenhäuschen und ganz viel Natur. Außerdem hatten wir traumhaftes Wetter an dem Tag unserer Reise.
Wir haben zuerst die Insel erkundet und uns dabei irgendwann hoffnungslos verlaufen. Die Wege wurden kleiner, die Pfade undurchdringlicher und um den Ernst der Lage auszudrücken: Wir hielten Ausschau nach den oberirdischen Stromleitungen, denen wir nachlaufen konnten. 
Ich würde sagen die Lage war kritisch. 
Irgendwie sind wir dann doch wieder auf dem Hauptweg gelandet und sind zurück zum Ufer. 

Das Boot kam allerdings erst zwei Stunden später und das Café machte gerade zu als wir kamen.

Ihr solltet euch also möglichst vorab informieren was es überhaupt auf der Insel gibt und wie lange es auf hat. 
Auch wenn wir auf Nämdö vielleicht nicht die erholsamste Zeit hatten, war das kleine Abenteuer jede Minute wert!
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